Bronzefiguren in der Gemeinde Ellscheid

Antonius mit den Schweinen
Der Schutzpatron der Ellscheider Kirche ist Antonius der Einsiedler. Sein Patronatstag ist der 17. Januar. An dem nächstliegenden Wochenende feiern wir Ellscheider Kirmes.
Der Antoniterorden hielt bevorzugt Schweine, die als Entgeld für die Armenpflege frei herum laufen konnten. Die Schweine wurden am 17. Januar in der Kirche gesegnet, dann geschlachtet und das Fleisch an die Armen verteilt.
Die Attribute von Antonius sind Schwein und Bettlerglocke.
Daher wurde im Jahre 2006 im Dorf (Büchelweg - Richtung Saxler) eine Bronzefigur des Antonius mit zwei Schweinen errichtet.
Os Tant wort ob de Bus
Es war früher schon ein Ereignis in die Kreisstadt Daun zu fahren. Os Tant steht in voller Pracht da. Stolz wartet sie auf den Bus. Ihrem äußeren Erscheinen nach kann sie nur nach Daun fahren; denn eine so schicke Bluse, einen festlichen Rock, den Sonntagshut an und mit der Handtasche am Arm, so fährt man nur zum Besuch der Kreisstadt Daun.
Autos gab es bis in die 1960er Jahre nur ganz wenige im Dorf. Die ersten Autos hatten die Handwerksleute: der Fuhrunternehmer Matthias Kaspers, der Schneidermeister Josef Schäfer und der Malermeister Heinz Janshen.
Der Bus im Öffentlichen Nahverkehr fuhr um Ellscheid herum auf der B 421. Die Fahrgäste mussten bis zur Haltestelle an der Kreuzung Richtung Steineberg zu Fuß gehen. Ab 1960 fuhr dann der Bus durch das Dorf. Nachdem das obere Backhaus 1976 abgerissen wurde, wurde die Bushaltestelle an die heutige Stelle verlegt. Das neu gestaltete Buswartehäuschen soll in seiner Form an das Backhaus erinnern.
Der Pumpenmann
Wasser war für die Dorfbewohner von Ellscheid lebens-notwendig. Die Lage des Ortes wurde daher so gewählt, dass Wasser gut zu erreichen war. Neben Hausbrunnen gab es eine öffentliche Wasserversorgung. Im Dorf gab es drei Brunnen, die für jeden zugänglich waren: Ein Brunnen im Büchelweg, ein weiterer Brunnen bei der Kirche und der dritte Brunnen im Oberdorf bei der Schlach. Diese drei Brunnen versorgten das Dorf mit Wasser. Natürlich musste man mit einem Eimer zum Brunnen hingehen und pumpen, bis das kostbare Nass in den Eimer lief.
Ab 1928 diskutierte der Gemeinderat über den Bau einer Wasserleitung nach Ellscheid. Am 12. 10. 1933 beschloss dann der Gemeinderat sich an die Wasserleitung Gillenfeld anzuschließen. Am 24. 11. 1933 wurde mit den ersten Arbeiten begonnen. Die Kosten betrugen 30.000 RM. Die landespolizeiliche Abnahme der Leitung fand am 25. 2. 1935 statt. Nun konnte der Kranen in der Küche aufgedreht werden und der Gang zum Brunnen war nicht mehr nötig. Die Brunnen bei der Kirche und im Büchelweg wurden vor allem für das Tränken des Viehs genutzt, der Brunnen im Oberdorf wegen geringer Wasserführung aufgegeben.
Der Mürmes - Ein Naturschutzgebiet

Der Mürmes ist ein Sumpfgebiet am Rande des Ortes Ellscheid. Er entstand durch vulkanische Tätigkeiten über 10.00 Jahre vor Christus. Auf dem Kesselgrund bildete sich zunächst ein kleiner See, der aber im Laufe der Jahre langsam verlandete. Viele Jahre später wuchs im Maarkessel ein Bruchwald, der anschließend durch ein Flachmoor abgelöst wurde. Mittlerweile sind die Moorwasseroberflächen mit einem Schwingrasen bedeckt. Schon im Jahre 1975 wurde der Mürmes als Naturschutzgebiet anerkannt.

Ellscheider Mürmes - Naturschutzgebiet
Er ist der Lebensraum für viele seltene Pflanzen- und Tierarten geworden. Es ist ein wunderschönes Gebiet zum entspannen und spazieren. Einfach herrlich, ein solches Spiel der Natur einmal hautnah zu erleben.