Wallender Born
Der Wallende Born (im Volksmund der Brubbel) ist ein Kaltwassergeysir in der Ortschaft Wallenborn. Er ist ein aktiver Kaltwassergeysir in Deutschland, der im Gegensatz zum Geysir Andernach ohne technische Kontrolle und Hilfsmittel ausbricht.
Die Fachleute sind sich nicht einig, ob der Wallende Born als natürlich eruptiv zu bezeichnen ist. Zumindest sind periodische Gasausbrüche seit Menschengedenken bezeugt. Bis zu seiner Erbohrung war der Wallende Born also zumindest eine (periodische) Mofette.
Der hohe Wasserschwall einer typischen Springquelle ergab sich jedoch erst nach baulichen Maßnahmen.
Der Wallende Born wird als springbrunnenartiger Geysir betrieben, d.h. der künstliche Schlot befindet sich unter der Wasseroberfläche eines kleinen Teiches. Das Wasser wird daher nicht als Fontäne, sondern turbulent geworfen.
Die Eruptionen des Kaltwassergeysirs finden gut vorhersagbar ca. alle 35 Minuten (IBE, Start der Eruption bis Start der nächsten Eruption) statt. Zu Beginn der Eruption steigt das Wasser im Brunnenschacht progressiv an und das Gas perlt stärker werdend aus. Eine Eruption dauert ca. fünf Minuten und teilt sich in weitere zwei deutlich zu unterscheidende Phasen: Die erste dieser beiden Phasen dauert ca. zehn Sekunden, das Wasser aus dem Schlot und eventuell unterirdisch vorhandenen Reservoiren wird in einer je nach Grundwasserstand und Luftdruck 2 bis 4 m hohen Wassersäule (im Maximum) ausgeworfen. In der zweiten dieser Phasen, die ca. fünf Minuten dauert, scheint die Quelle zu kochen (Gasaustritt) und das Wasser in der Brunnenfassung wallt unterschiedlich stark auf. Die zweite Phase geht unmittelbar und deutlich erkennbar in die Ruhephase über, während der das Wasser langsam in den Schlot zurücksinkt, der Wasserstand sich schließlich kaum verändert und nur wenig Gas ausperlt.
Die Heftigkeit der Eruption und die Höhe der Wassersäule variiert leicht von Ausbruch zu Ausbruch und ist stark abhängig von anderen Einflussfaktoren.